LEXIKON

Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schädling, der hauptsächlich an Eichen in park- und waldartigen Beständen auftaucht, zuweilen aber auch im urbanen Gebiet.

Ihren Namen verdanken die Prozessionsspinner ihrem typischen Verhalten: Sie ziehen, in der Regel nachts, gemeinsam aus ihren Nestern am Stamm des Baumes (Prozession) bis in die Baumkrone, um sich dort von Blättern zu ernähren.

Die Vitalität des Baumes wird dabei nur selten beeinträchtigt. Die eigentliche Schadwirkung liegt in den gesundheitlichen Auswirkungen der giftigen Raupenhaare auf den Menschen. Dazu muss kein direkter Kontakt stattfinden, eine Übertragung der feinen Härchen der Raupe durch die Luft, kann schon ausreichen, um Hautausschläge, Allergien oder Entzündungen von Augen und Atemwegen zu verursachen. Auch nach mehreren Jahren verlieren die Härchen nichts an ihrer Wirkung, was auch alte und verlassene Nester noch genau so gefährlich macht.

Deswegen ist eine Entfernung der Nester an öffentlichen Plätzen oder leicht zugänglichen Orten dringend notwendig. Eine Bekämpfung des Prozessionsspinners mit Insektiziden ist sorgfältig abzuwägen und nur unter besonderer Berücksichtigung von Naturschutz und Wasserschutz zulässig. Das rückstandsfreie Absaugen von Nestern und Brennhaaren mit einem speziellen Absaugverfahren ist die am häufigsten gewählte Methode. Dabei bestehen auch keine Schädigungen der Baumsubstanz oder Beeinträchtigungen der Umwelt durch chemische Substanzen. Das aufgefangene Material wird anschließend fachgerecht entsorgt.

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