LEXIKON

VTA

Die Visual-Tree-Assessment ist eine systematische Baumkontrolle, die seit einigen Jahren standardmäßig angewandt wird und sowohl in Fachkreisen als auch in der Rechtsprechung anerkannt wurde. Sie untersucht die von einer optimalen Gestalt eines Baumes abweichenden Defektsymptome, um auf Schwachpunkte des Baumes zu schließen und die Verkehrssicherheit zu überprüfen. Die VTA macht also eine Aussage darüber, wie sicher ein defektbehafteter (Krankheit, Umwelteinflüsse, mechanische Einflüsse) Baum im Vergleich zu einem idealtypischen, defektfreiem Baum ist. Die VTA-Methode beruht auf dem Gesetz der konstanten Spannung, wonach Bäume eine gleichmäßige Verteilung der Spannung auf der Baumoberfläche anstreben. Ist diese Spannung durch Defekte gestört, so bildet der Baum lokal verdickte Jahresringe, bis die Belastung wieder gleichmäßig verteilt ist (Reparaturwachstum). Diese Beulen und Wülste, aber auch ein atypisches Borkenmuster oder Wachstumsanomalien deuten auf nicht direkt einsehbare Schäden und Schädlinge hin, die der Baum versucht zu bekämpfen. Es gilt zu überprüfen, ob die Selbstreparatur erfolgreich war, oder ob die Defekte den Baum unwiederbringlich zerstört haben. Dazu gilt es die drei Kriterien a) Defektbestätigung, b) Defektvermessung und c) Defektbewertung mit entsprechenden Hilfsmitteln und Methoden auszuführen und zu bewerten, um geeignete Maßnahmen einzuleiten.

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